Wohnen und Entwerfen


Das Institut Wohnen und Entwerfen wurde 1997 im Zusammenhang mit der Einrichtung einer Stiftungsprofessur durch die Wüstenrot Stiftung neu gegründet.

Das besondere Profil des Instituts besteht in der interdisziplinären Kooperation eines Architekten (Prof. Dr. Jocher) und einer Soziologin (Prof. Dr. habil. Christine Hannemann).

Der Wohnungsbau ist gegenwärtig einem dynamischen Wandel unterworfen. So erfordert die Vielfalt der Lebensstile, Haushaltstypen und Wohnbedürfnisse neue, flexiblere Wohnformen. Mit dem Übergang in die Informationsgesellschaft zeichnen sich technische Innovationen, aber auch neue Möglichkeiten der Verbindung von Wohnen und Arbeiten ab. Zugleich gewinnt das urbane, verdichtete Wohnen wieder an Bedeutung.

Integraler Bestandteil des Entwurfs bedürfnisgerechter und zukunftsfähiger Formen des Wohnungsbaus ist die Sorge für deren ökologisch- energetische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit. Hierzu gehört auch die verstärkte Auseinandersetzung mit dem Bauen im Bestand (Modernisierung, Umnutzungs- und Aufwertungs- und neuerdings auch qualifizierte Schrumpfungskonzepte).

Neben der Grundlagenvermittlung im Fach Gebäudelehre liegen die Schwerpunkte in Lehre und Forschung in der Bearbeitung zukunftsbedeutsamer und fachübergreifender Fragestellungen wie den Möglichkeiten ressourcenschonenden und flexiblen Bauens, der Nutzungsmischung und einer sinnvollen räumlichen und sozialen Verdichtung. Weitere Lehrinhalte bestehen in der Vermittlung von Strategien des Planens und Methodischen Entwerfens.

Die Schwerpunkte des Fachgebietes Architektur- und Wohnsoziologie richten sich – neben der Einführung in soziale und kulturelle Aspekte der Architektur und Stadtplanung – vor allem auf die Frage nach den menschlichen Bedürfnissen, den Zusammenhang von gebauter Umwelt und sozialem Verhalten und den Möglichkeiten einer nutzerbezogenen Architektur.

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